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Review beyerdynamic DT 770 Pro 80 Ohm

Dieses Thema im Forum "Sound & Audio" wurde erstellt von Bullet572, 18. Januar 2015.

  1. Bullet572

    Bullet572 Wandelnde HDD

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    Beyerdynamic DT 770 Pro 80 Ohm

    Vorwort:

    Nach langer Zeit mit den Razor Orca und danach den Pioneer Basshead, musste mittlerweile ein neuer Kopfhörer für den „mobilen“ Gebrauch her. Meine DT990 Edition sind mir dafür zu schade, dazu kommt aber auch, dass sie durch das offene Design nicht wirklich brauchbar sind, um sie unterwegs nutzen zu können. Nachdem ich mir unter anderem die Sennheiser HD 558 und die Beats Studio 2.0 anhören konnte, stand fest, dass diese trotz guten Klangs bei den Sennheiser nicht in Frage kommen. Was manche Leute an Beats finden, ist mir mittlerweile immer mehr ein Rätsel, denn klanglich ist das eine einzige Katastrophe, außer massivem Bass ist das eigentlich nichts, was den Preis von über 200€ rechtfertigen würde.

    So fiel die Wahl auf die Beyerdynamic DT 770 Pro. Einzig die Frage, welche Version ich nehmen sollte, stand noch im Raum. Die 250 Ohm Variante wäre prinzipiell zwar interessant gewesen, allerdings nur, wenn ich nicht bereits die DT 990 gehabt hätte. Somit blieben eigentlich nur noch 80 Ohm Studio/Monitor oder die 32 Ohm Variante. Letztlich sind es die 80 Ohm Studio geworden, nicht zuletzt wegen den Velour Polstern.

    Als die DT 770 dann ankamen, kam es augenblicklich zur Ernüchterung, denn sobald auch nur der kleinste Tiefton kam, knarzte und dröhnte der linke Kopfhörer extrem. Also war ich leider gezwungen die Kopfhörer zu reklamieren, was Amazon anstandslos machte und mir neue Kopfhörer zuschickte.

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    Lieferumfang:


    Die DT 770 kommen in einem unscheinbaren Karton, in dem sich neben dem Kopfhörer, der von außen sichtbat ist, ein Stoffbeutel, eine eigentlich nicht erwähnenswerte Anleitung und ein 3,5 auf 6,3 Adapter befinden. Der Adapter ist hierbei jedoch wirklich erwähnenswert, denn im Gegensatz zu Sennheiser, usw. wird dieser nicht nur einfach aufgesteckt, sondern verschraubt, was ein versehentliches herausziehen verhindert. Ansonsten war es das dann auch schon mit dem Lieferumfang.

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    Design & Verarbeitung:

    Wer sich die DT 770 auf Bildern oder live ansieht ohne sie zu hören, wird nicht glauben, dass es sich um hochwertige Kopfhörer handelt. Das Design ist altbacken und nicht gerade einladend, allerdings ist das letztlich ein gewaltiger Irrtum. Die Verarbeitung ist hervorragend auch wenn alles, außer dem Bügel, welcher aus Stahl gefertigt wurde, Plastik ist. Die Ohrpolster sind sehr weich und legen sich nahezu perfekt um die Ohren. Auch die Bügelpolsterung ist sehr gut, diese ist allerdings nicht mit Velour überzogen, sondern mit Leder und lässt sich dank Knöpfen an der Oberseite sehr leicht austauschen.

    Womit wir zu einem weiteren Pluspunkt von Beyerdynamic kommen, nahezu alle Teile sind als Ersatzteil verfügbar!

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    Klang:

    Nach dem Kauf, stand fest, dass sich die DT 770 Pro einem direkten Vergleich mit den Basshead und den Razor Orca stellen müssen. Die DT 990 (Edition 600 Ohm) schieden hierbei aus, da sie in einer anderen Preisklasse sind und dazu nicht an jedem Gerät betrieben werden können. Ich habe zudem Lieder und Alben aus verschiedenen Genres und von verschiedenen Künstlern zum Vergleich genommen.

    Es kamen unter anderem folgende Alben, Lieder und Konzerte zum Einsatz:
    Lindsey Stirling – Shatter Me (Album)
    AC/DC – Rock or Bust (Album)
    Lana Del Rey – Born to Die (Album)
    Halestorm – The Strange Case of … (Album)
    Skylar Grey – Don't Look Down (Deluxe Edition / Album)
    Bruce Springsteen – High Hopes

    Lindsey Stirling – Beyond the Veil
    Bon Jovi – It's my Life
    Bon Jovi – Livin' on a Prayer
    Eminem – Mockingbird
    Cascada feat Tris – Madness (DJ Gollum Remix)
    Andrea Bocelli – Con te Partiro
    Andrea Bocelli feat Sarah Brightman - Time to say Goodbye
    Within Temptation – Somewhere (Live DVD „Black Symphony“)
    Metallica – Nothing Else Matters
    P!nk – Dear Mr. President
    Lily Allen – Our Time
    Kaye Styles – Prison Break Anthem
    Lindsey Stirling & Kuha'o Case – O Come, Emmanuel
    Bruce Springsteen – Born in the USA
    Pink Floyd – Another Brick in the Wall

    Amy MacDonald and the German Philhamonic Orchestra
    Nightwish – End of an Era
    Within Temptation & The Metropole Orchestra – Black Symphony


    Aufgrund der Masse an Liedern werde ich natürlich nicht auf alle eingehen, weil es sonst einfach zu viel werden würde und hier den Rahmen sprengt. Besonders auffällig finde ich, dass speziell klassische Musik bei den DT 770 ein wahres Erlebnis in Sachen Klang darstellen. Jeder Kophörer, den ich bisher hatte, mit Ausnahme des DT 990, hatte hier so seine Probleme, gerade bei den Hochtönen, zum Teil aber auch damit, Tieftöne in den Titel klar darzustellen. Die Orca von Razor gingen hier sehr oft völlig unter, wobei man hierbei auch erwähnen muss, dass diese Kopfhörer nur ca 50€ teuer waren. Die Basshead von Pioneer waren zwar etwas besser, aber bei weitem nicht so gut wie die beyerdynmic DT 770. Auch die Sennheiser HD 558 kommen trotz höheren Preises nicht an diese Qualität heran.

    Aber auch bei Liedern wie „Beyond the Veil“ von Lindsey Stirling war das Klangbild ein ganz anderes, der Bass des Liedes wurde klar und nicht zu drastisch wiedergegeben. Die Orca waren zwar durchaus ausreichend, allerdings beim Bass nicht wirklich zu gebrauchen. Die Basshead dagegen lieferten meiner Meinung nach schon wieder zu viel Bass. Die Sennheiser HD558 dagegen waren hier fast auf Augenhöhe, lediglich bei den Höhen gefielen mir die DT 770 besser, denn sie wirkten nicht künstlich hochgezogen (vielleicht ein blöde Beschreibung, ich wüsste gerade aber nicht wie ich es anders beschreiben soll ^^).

    Bei „Livin on a Prayer“ von Bon Jovi fiel mir am Anfang als erstes auf, dass die DT 770 die Klingeln der Glocken sehr deutlich wiedergegeben haben, während die Orca, die Basshead und auch die HD558 es zum Teil nur kaum hörbar oder zu hell abspielten.

    Wirklich beeindruckt war ich allerdings bei Live Konzerten, speziell bei Amy MacDonald. Hier kann man mit den DT 770 sehr deutlich hören, dass sie bei diesem Konzert auch wirklich Gitarre spielt, was mir bisher nicht aufgefallen ist und auch die HD558 nicht ersichtlich gemacht haben.

    Gänsehaut hatte ich bei „Somewhere“ von Within Temptation mit Anneke van Giersbergen von dem Album, bzw der DVD Black Symphony. Mitunter weil ich dieses Lied mit einem für mich besonderen Menschen verbinde, aber auch, weil die Stimmen von Anneke und Sharon den Adel ihre volle Kraft bei den DT 770 entfalten können und man in Verbindung mit dem Video zu dem Lied, sehr genau merkt, dass beide sichtlich Spaß an diesem Duett hatten.

    Zu guter Letzt, Andrea Bocelli. Zu dem Künstler muss ich hier wohl nichts erwähnen, allerdings war auch dies hier wiederum nahezu genial und führte ähnlich wie „Somewhere“ zu einer Gänsehaut.




    Tragekomfort:


    Hierzu muss ich sagen, dass ich sehr empflindlich bin, was Kopfhörer angeht. Ich kann es nicht haben, wenn ein Kopfhörer von Anfang an stark auf den Kopf drückt, was auch ein Grund gegen die Sennheiser war. Die DT 770 drücken zwar etwas auf den Kopf und sind schwerer wie viele andere Kopfhörer, was an dem verwendeten Stahlbügel liegt, aber dafür sind sie sehr weich gepolstert und schmiegen sich dem Kopf quasi nahtlos an und umschließen die Ohren vollständig. Ich habe bereits mehrere Stunden am Stück mit den Kopfhörern verbracht und hatte nie das Gefühl, dass ich sie nun unbedingt abnehmen müsste, weil ich bspw Kopfschmerzen bekomme.


    Fazit:

    Alles in Allem, muss ich sagen, dass ich trotz anfänglicher Schwierigkeiten, sehr zufrieden damit bin, dass ich letztlich zu den DT 770 gegriffen habe und nicht zu einem anderen Modell. Allerdings hat auch der DT 770 so seine Schwächen. Ich muss bei meinem Smartphone ( Lumia 930) die Lautstärke auf 30 stellen, damit ich unterwegs nicht gestört werde. Auch der klare und analytische Klang können sich leider zu einem Negativaspekt wandeln, denn man hört sehr deutlich, wenn es eine schechte Aufnahme oder Qualität ist, oder aber wenn ein Mixingfehler vorhanden ist. Gleiches gilt in diesem Fall aber auch für die DT 990. Man darf aber nicht vergessen, dass die DT Serie von beyerdynamic eigentlich für den Profibereich konzipiert sind, was auch an dem Karton ersichtlich wird, auf dem relativ groß „The Studio Legend“ steht.

    Pro & Contra:

    + sehr klarer und guter Klangbild
    + weiche orhumschließende Ohrmuscheln/Polster
    + 3m langes Kabel
    + schraubbarer Phonoadapter
    + hervorragende Verabeitung …
    - … wenn auch ausschließlich Plastik
    - karger Lieferumfang
    (- gelegentlich zu analytischer Klang)







    PS: Bilder folgen noch!
     
    #1 Bullet572, 18. Januar 2015
    Zuletzt bearbeitet: 6. Februar 2015
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