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  2. SysProfile 2.0 - Hilf mit

    Hallo Gast,

    die Entwicklung von SysProfile 2.0 hat begonnen. Sei von Beginn an dabei und unterstütze uns durch Vorschläge und Kritik.
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allgemeines zum RAM !

Dieses Thema im Forum "Arbeitsspeicher" wurde erstellt von kinglimp, 22. August 2011.

  1. kinglimp

    kinglimp Grünschnabel

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    22. August 2011
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    8
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    0
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    alex
    1. SysProfile:
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    Hallo hier sind mal ein paar allgemeine Sachen zum RAM.
    Der Beitrag ist nicht von mir !! er ist von chip online !!! bitte beachten
    Der Link zum Beitrag http://forum.chip.de/cpu-board-speicher/ram-faq-427703.html
    Ich will kein Lob haben! ich hab ja schließlich nur kopiert!

    Halli Hallo!

    Ich möchte all denjenigen eine kleine RAM Kunde geben, die Antworten suchen. Falls jemand Anregungen und/oder Ergänzungen hat, nur her damit. Eine Bitte an die Fragenden, bitte nicht hier im Thread posten, entweder Mail (siehe Profil) an mich, oder neuen Thread eröffnen, sonst wird das alles hier unübersichtlich.

    Danken möchte ich erstmal linus3000 für die Hilfe. Auch DjDino ist zu erwähnen, hat er doch den Punkt 14.0. verfaßt. Des Weiteren moelbi, cirion, desktopkillah, redmaster, Dekal, stutzebaby, TKU12, Hubert L., Jogybaer, rawig und |uli| für ihre Inspiration(en).

    Inhalt:

    Einfach auf "Strg+F" drücken, gewünschten Suchbegriff eingeben, schon landet ihr beim entsprechenden Punkt. Oder einfach runterscrollen.


    1.0. Allgemeines:

    2.0. Arten: (Auszug)
    2.1. EDO (SIMM, PS/2)
    2.2. SDR SD-RAM (SDR DIMM)
    2.3. DDR SD-RAM (DDR DIMM, DDR RAM)
    2.4. SO-DIMM
    2.5. Micro/Mini-DIMM
    2.6. RD RAM (Rambus, RIMM)
    2.7. DDR2 SD-RAM (DDR2 DIMM, DDR2 RAM)
    2.8. DDR3 SD-RAM (DDR3 DIMM, DDR2 RAM)
    2.9. Ich möchte Aufrüsten, was brauche ich nun?

    3.0. Was heißt eigentlich 2-3-3-7-12?
    3.1. Was nun bedeutet das?
    3.2. Was bringen mir niedrige Latenzen?

    4.0. Was ist ECC (Error Checking and Correcting)?

    5.0. Was versteht man unter einem SPD (Serial Presence Detect)?

    6.0. Was ist Dual Channel?
    6.1. Kann ich auch Dual Channel nutzen, wenn ich 3 oder mehr RAMs installiert habe?
    6.2. Wie muß ich meine Speicher anordnen, damit ich Dual Channel bei zwei Riegeln aktiviert habe?
    6.3. Unterstützt mein Board überhaupt Dual Channel?
    6.4. Wie ist das eigendlich immer gemeint mit "dieser RAM ist dual-channel tauglich und dieser nicht"?
    6.5. Ich habe bereits 2x256MB, will aber noch zusätzlich einen 512er dazu kaufen. Wie stecke ich den richtig?

    7.0. Was bedeutet "synchron"?

    8.0. Single-/Double Sided

    9.0. RAM Laufwerk:

    10.0. Wie viel ist genug?

    11.0. Kann ich Speicher mischen?
    11.1. Specifications (Specs)
    11.2. Marke
    11.3. Art

    12.0. Es wird nur die Hälfte meines neuen RAMs erkannt!?

    13.0. Wie kann ich meinen RAM testen?
    13.1. Was sagt das nun aus, wenn fehler auftreten?
    13.2. Was kann man machen?

    14.0. Welcher Speicher, für welches Board?


    1.0. Allgemeines:

    RAM ist die Abkürzung für Random Acces Memory, frei übersetzt etwa "frei beschreibbarer Speicher". Gemeint damit ist, daß jede Zelle einzeln beschreibbar ist, unabhängig von Anderen. Den Aufbau kann man sich in einer Art Rastermuster vorstellen.

    Der Arbeitsspeicher, auch Hauptspeicher, ist die wohl am meisten unterschätzte Größe in einem Rechner. Neben der CPU ist es wohl die wichtigste Komponente, ohne sie könnten Daten nur sehr viel langsamer abgearbeitet werden. Externe Speicher sind einfach viel zu langsam, Daten werden deshalb in den wesentlich schnelleren RAM ausgelagert. Die ur-alt Devise "nichts ersetzt Arbeitsspeicher, als noch mehr Arbeitsspeicher" bestätigt sich immer wieder, sie hat nix an Aktualität verloren.

    RAM funktioniert nur, oder besser gesagt, kann nur dann Daten speichern, wenn eine Spannung anliegt, ohne gehen sie alle verloren. Der, oder die, RAM Controller liegen auf der sogenannten Northbridge des Mainboards. Die CPU greift über den Front Side Bus (FSB, Systemtakt) direkt auf sie zu. Je höher der, desto schneller auch die Gesamtperformance des PCs. Der Trend aber geht dazu über, daß wichtige Controller in die CPU verlagert werden, ohne den Umweg über Leiterbahnen des Mainboards. Der Vorreiter hier ist der neue 64bit Athlon (egal welcher), der hat schon den RAM Controller integriert.

    2.0. Arten: (Auszug)

    2.1. EDO (SIMM, PS/2)
    Dies ist einer der ältesten Speicher für den Heim PC und wird seit Pentium1 Zeiten auch eingesetzt. Notwendig wurde es deshalb, weil der Datenbus des Speichers auf 64bit stieg. EDO RAMs müssen paarweise verbaut werden, da einer nur auf 32bit kommt. Er hat 72 Pins und arbeitet mit 5V. Getaktet wird ein EDO RAM mit 66MHz. Die Zugriffzeiten liegen je nach Modul bei 60/70ns.

    2.2. SDR SD-RAM (SDR DIMM)
    Single Data Rate Synchronous Dynamic RAM. Der ist die konsequente Weiterentwicklung des EDO RAM. Ein Modul bietet nun einen 64bit "großen" Datenbus. Die Zugriffzeiten wurden ca. 10mal schneller, die Taktraten stiegen mit der Zeit parallel zum FSB auch. SDR DIMMs haben 168 Pins und arbeiten schon mit 3.3V. Sie sind untereinander kompatibel. Ein 133er würde also auch auf einem 66MHz Slot laufen.

    PC66 66MHz
    PC100 100MHz
    PC133 133MHz
    PC150 150MHz (nur für Übertakter interessant)

    2.3. DDR SD-RAM (DDR DIMM, DDR RAM)
    Diese Variante arbeitet eigentlich wie ein normaler SD-RAM, aber er kann pro Takt zwei Signale abarbeiten, eins auf der Auf- und eins auf der Absteigenden Flanke des Taktes. Somit verdoppelt sich die Datenübertragungsrate, aber NICHT der Takt, was oft verwechselt wird. Man kann aber von einem effektiven Takt sprechen. Im Gegensatz zu SDR DIMM hat DDR RAM 184 Pins und arbeitet mit lediglich 2.5V oder 2.6V standardmäßig.

    PC1600 - 100MHz (DDR200)
    PC2100 - 133MHz (DDR266)
    PC2700 - 166MHz (DDR333)
    PC3000 - 185MHz (DDR370)
    PC3200 - 200MHz (DDR400)
    PC3500 - 217MHz (DDR433)
    PC3700 - 233MHz (DDR466)
    PC4000 - 250MHz (DDR500)
    PC4300 - 267MHz (DDR533)

    Das sind so ziemlich alle verfügbaren DDR Speicher. Die 4-stellige Zahl hinter dem "PC" ist die Datentransferrate in MB/s. Ab DDR433 ist alles nur zum Übertakten gedacht. Solche RAMs brauchen meistens 2.7V und laufen größtenteils mit verringerten Latenzen. Aber dazu später mehr. DDR RAM ist auch abwärtskompatibel.

    2.4. SO-DIMM
    Gibt es vom SDR und DDR/x RAM und sind die Notebook Varianten. Unterscheiden tun sie sich ausschließlich in den Abmessungen und in den Kontakten.

    SDR SO-DIMM 144Pins
    DDR SO-DIMM 200Pins

    2.5. Micro/Mini-DIMM
    Ist im Grunde analog zum SO-DIMM Speicher für Notebooks. In diesem Fall aber speziell für die besonders kleinen Sub-Notebooks. Beide sind nur als DDR2 RAM erhältlich. Micro-DIMM ist zwar schon recht selten, aber dennoch deutlich häufiger als Mini-DIMM anzutreffen.

    Micro-DIMM: 214Pins, erhältlich als DDR2-533 und DDR2-667
    Mini-DIMM: 244Pins, erhältlich als DDR2-400 und DDR2-533

    2.6. RD RAM (Rambus, RIMM)
    Rambus sollte eigentlich den SDR RAM ablösen. Höhere Taktungen, Zugriffszeiten und fehlerfreiere Abarbeitung sollten ihn dem Sieg sichern. Das Problem aber bei Rambus war und ist der Preis. Die viel zu hohen Lizenzgebühren gegenüber dem DDR RAM bescherten nur eine Nebenrolle, zumal sich Intel auch von Rambus distanziert hat. Der Vorteil der höheren Taktung spielt auch keine Rolle mehr, denn die konsequente Weiterentwicklung des DDR RAMs, machten diesen Vorteil zunichte. Besonderer Vorteil war die synchrone Taktung zum Quad Pumped Systembus (FSB) der Intel CPUs. Getaktet ist ein Rambus mit entweder 400MHz (PC800) oder 533MHz (PC1066), er hat 168 Pins und arbeitet ebenfalls mit 2.5V. Unterschieden tut man auch noch in 16bit Module und 32bit Module. Ersterer muß wie EDO paarweise verbaut werden.

    2.7. DDR2 SD-RAM (DDR2 DIMM, DDR2 RAM)
    Schon Mitte 2002 angekündigt, aber erst 2 Jahre später wirklich erhältlich und notwendig, DDR2. Rein optisch sieht er nicht viel anders aus, als DDR DIMM, 1 Kerbe an der Unterseite, je 2 an den Seiten und die gleichen Abmessungen. Wer jetzt aber denkt DDR2 passe in einen herkömmlichen DDR Slot, der irrt. Die Kerbe an der Unterseite ist leicht versetzt und die Anzahl der Pins ist auch anders.

    Technisch hat sich wieder nicht viel getan. DDR2 arbeitet auch mit 2 Signalen pro Takt wie DDR, aber arbeitet nun der I/O Buffer mit der zweifachen Frequenz des Chip Taktes. Daraus ergibt sich eine weitere Verdoppelung der Datenfrequenz gegenüber DDR RAM. Um diese Verdoppelung nun zu nutzen, werden die Chips über 4 Banen angebunden (4fach Prefetch, DDR 2fach, SDR einfach). Im Grunde bleibt alles gleich.

    Zum Vergleich 3 SD-DIMMs, dessen Chips intern mit 133MHz takten:
    SDR DIMM: PC133 1GB/s
    DDR DIMM: PC266 2.1GB/s
    DDR2 DIMM: PC533 4.3GB/s

    Das "Problem" bei DDR2 Speicher sind die hohen Latenzen. Warum das so ist, geht hier zu weit, nehmt es also einfach als gegeben hin. Durch die im Vergleich sehr schlechten Timings (normalerweise 5-5-5-18) verliert ein DDR2 Speicher bis zu 10% im Vergleich zu einem DDR Riegel mit gleicher Bandbreite. Aber DDR2 ist für hohe Taktraten entwickelt, so daß sich der Nachteil schnell relativiert.

    Im Folgenden weitere Unterschiede:
    - 240Pins
    - FBGA-Chips (eine Art "Sockelsitz" -> 50% kleinere Chips möglich)
    - Herstellungsprozeß in 100 bis 130 nm
    - Modulgrößen von 128 MB bis 4 GB
    - geringe Spannung (1,8 Volt)
    - deutlich geringerer Leistungsbedarf (247 mW zu bisher 527 mW)
    - deutlich höhere Taktraten möglich

    Hier die bisher erhältlichen Modelle:
    - PC2-3200 / DDR2-400 (intern 100MHz)
    - PC2-4300 / DDR2-533 (intern 133MHz)
    - PC2-5300 / DDR2-667 (intern 166MHz)
    - PC2-6400 / DDR2-800 (intern 200MHz)
    - PC2-8500 / DDR2-1066 (intern 266MHz)

    2.8. DDR3 SD-RAM (DDR3 DIMM, DDR2 RAM)
    Die Einführung des DDR3 ging im Gegensatz zum DDR2 sehr rasant. Erste Mainboard-Chipsätze, die DDR3 unterstützen (wie zB der Intel P35) sind sogar schon früher im Handel, als erwartet.

    Was ist jetzt wieder so anders, im Gegensatz zum DDR2? Nun, sehr viel ist es nicht. Wie beim DDR2 wurde am I/O-Buffer optimiert, der nochmals verdoppelt auf die nun vierfache Taktfrequenz des eigentlichen "internen" Chip-Taktes geschraubt wurde. Auch hier musste die Schnittstelle der Chips verdoppelt werden, auf nunmehr insgesamt 8 Bahnen, also einem 8fach Prefetch. Die Betriebsspannung ging weiter zurück, von 1.8V auf nun 1.5V. Ansonsten bleibt alles beim Alten. FBGA Chips liefern die Rechenleistung, die Anzahl der Pins bleibt bei 240 und wobei sich die Latenzen wieder etwas verschlechtern.

    Die Module (DDR2 und DDR3) sind untereinander NICHT kompatibel. Die Kerbe an der Unterseite ist bei DDR3 Speicher noch weiter zur Seite versetzt, so daß ein "Verstecken" ausgeschlossen ist.

    Was der erneute Taktanstieg im Endeffekt bringt, müssen die neuen Chipsätze und 45nm CPUs zeigen. Gerade der Intel "Penryn" kann durch den gesteigerten Systemtakt von 1333MHz sicherlich von DDR3 profitieren.

    Erhältlich sind bisher:

    - PC3-8500 / DDR3-1066 (intern 133MHz)
    - PC3-10667 / DDR2-1375 (intern 166MHz)

    2.9. Ich möchte Aufrüsten, was brauche ich nun?
    Das ist gar nicht so schwer. Wie so oft, gibt es für solche Fälle eine passende Software. Lavalys hat mit Everest ein mächtiges Tool am Start. Auf der Internetseite von Lvalys könnt ihr euch die aktuellste Version kostenlos als Testversion runterladen. Diese ist zeitlich nicht begrenzt, aber in den Funktionen beschnitten. Dort dann unter Motherboard -> SPD schauen, was für RAM schon verbaut ist. Danach dann richten.

    3.0. Was heißt eigentlich 2-3-3-7-12?

    1. Ziffer: IMMER die CAS Latency (CL).
    2. Ziffer: RAS to CAS
    3. Ziffer: RAS Precharge
    4. Ziffer: RAS Active Time
    5. Ziffer: Command Rate

    Das alles kann nat. abweichen (bis auf CL) je nach Hersteller. Wobei diese Anordnung am meisten Verwendung findet.

    3.1. Was nun bedeutet das?
    CAS Latency (CL): Das ist die Verzögerung zwischen Adressierung und Bereitstellung der an dieser Adresse gespeicherten Daten. Der Wert hinter dem CL gibt die Zyklen an. Möglich sind 2.0, 2.5 und 3.0. Je niedriger der Wert, desto besser, aber auch teurer.

    RAS to CAS: Das ist der Wert, wieder in Zyklen (2 oder 3), der zwischen einem Wert auf CAS (Spalten Adresse) und einem Wert auf RAS (Zeilen Adresse) vergehen soll.

    RAS Precharge: Da ist die Zeit in Zyklen (2 oder 3), die ein Wert auf RAS hat, bevor er gelöscht wird.

    RAS Active Time (tRAS): Das ist die Zeit in Zyklen, in der ein Wert auf RAS aktiv bleibt. Wie lange, ist mir immer noch ein Rätsel. Im BIOS geht meisten nur 5 oder 6, offiziell soll es aber 7 oder 8 sein. Iss auch egal, wie bei jedem Timing, je kleiner, desto schneller.

    Es gibt natürlich noch mehr, aber das sind erstmal die, die ich noch so zusammen bekomme. Wer jetzt nicht weiß, welche Latenz er nehmen soll... CL2.0 bringt nur dem Übertakter wirklich was. CL2.5 oder CL3.0 ist genau das Richtige für den Normalanwender. Unterschiede gibt es so gut wie nicht, aber bei CL2.5 ist die Kompatibilität normalerweise besser.

    3.2. Was bringen mir niedrige Latenzen?
    Dazu hat Tom’s Hardware Guide mal einen Test gemacht:
    [@link http://www.tomshardware.de/praxis/20...ndex.html]Rauf und runter: Einfluss der Speichertimings auf die Performance[/link]

    Ein schöner Kommentar von cirion zu dem Artikel:
    "wobei der einzige dort verwendete benchmark, der in richtung 'latenzintensiv' geht, der winrar-bench ist. für den normalanwender ist's zwar so gut wie wurscht, dennoch existieren durchaus applikationen, die mehr von geringeren latenzen profitieren. nur scheint die außer mir eh niemand zu nutzen "

    Außerdem indizieren niedrige Latenzen eine gute Übertaktbarkeit. Der Zusammenhang zwischen Latenz und Frequenz besteht darin, daß Module mit niedrigen Latenzen, bei beispielsweise 133MHz, locker 145MHz und mehr mitmachen, wobei RAMs mit CL2.5 bei 133MHz das nicht erreichen werden, egal welche Marke und Qualität. Ausnahmen gibt es natürlich immer wieder.

    4.0. Was ist ECC (Error Checking and Correcting)?

    Wie der Name schon sagt, ist es eine Fehlerkorrektur. Notwendig wird diese bei Servern mit einem hohen Datendurchsatz. ECC gibt es bei allen oben genannten Arten, außer dem EDO RAM. Bei SD-RAM ist er daran zu erkennen, daß 2-3 zusätzliche kleine Chips über der Pin-Reihe angebracht sind. ECC ist NICHT kompatibel zu herkömmlichen RAM, braucht auch spezielle Boards. ECC ist am Aussterben, denn moderne RAMs sind eigentlich schon so gut wie fehlerfrei.

    5.0. Was versteht man unter einem SPD (Serial Presence Detect)?

    Das ist die Bezeichnung des Chips (EEPROM) auf dem RAM, der die Daten gespeichert hat, so daß das BIOS auch weiß, mit was er es zu tun hat. Ist gut sichtbar bei DIMMs an einer der vier oben liegenden Ecken. Schlecht programmierte SPD EEPROMs sind die häufigste Ursache für einen instabilen Betrieb, besonders oft bei noname RAMs der Fall.

    6.0. Was ist Dual Channel?

    Neuere Boards sind damit ausgestattet. Gemeint damit ist nix anderes, als daß anstatt nur einem zwei RAM Controller verbaut sind. Der Speicherbus verdoppelt sich auf 128bit und je nach Taktung auch die Datentransferrate. Die Unterschiede zum Single Channel sind je nach Chipsatz und CPU unterschiedlich.

    AMD: Ist ne schöne Idee gewesen, als nVidia mit dem nForce415/420 den Dual Channel einführte, aber so richtig zünden tat es erst mit dem nForce2. Nachteil: da ein Athlon XP 3000+ z.B. "nur" auf 200MHz FSB und somit "nur" 3200MB/s kommt, bringt Dual Channel eigentlich gar nix. Denn mit DDR400 Speicher sind 6400MB/s (2x 3200) drin, die aber kaum bis gar nicht genutzt werden können. Außerdem ist zu sagen, dass die Controller unabhängig von einander arbeiten, also als 64+64bit-Controller.

    Intel: da sieht es schon ganz anders aus. Da der FSB Quad Pumped wird, läuft die CPU zum RAM synchron. Bsp.: P4-C (FSB800) und DDR400. Der P4 kommt auf 6.4GB/s und der Speicher auch, daher wesentlich höhere Transferraten. In diesem Fall werden beide Controller zu einem zusammengefaßt, also ein reinrassiger 128bit Controller entsteht.

    6.1. Kann ich auch Dual Channel nutzen, wenn ich 3 oder mehr RAMs installiert habe?
    Kommt wie so oft drauf an. Also bei AMD ist Dual Channel aktiv, wenn mind. 2 Riegel eingebaut sind, also auch bei mehr. Bei Intel ist es aber so, dass Dual Channel nur dann aktiviert ist, wenn zwei, vier oder sechs Riegel verbaut sind, also wirklich nur “paarweise“.

    6.2. Wie muß ich meine Speicher anordnen, damit ich Dual Channel bei zwei Riegeln aktiviert habe?

    Das ist eigentlich ganz einfach... je nach Anzahl der Slots unterscheidet man:

    3 Slots: ein Riegel in den abseits liegenden und einen Riegel in einen der beiden zusammen liegenden Slots
    4 Slots: jeweils ein Riegel in jedes Slot Paar
    6 Slots: siehe 4 Slots

    6.3. Unterstützt mein Board überhaupt Dual Channel?
    Intel: ab dem i865 ist Dual Channel Standard
    AMD: die Sockel 939, 940 und AM2 CPUs sind alle Dual Channel-fähig.

    6.4. Wie ist das eigentlich immer gemeint mit "dieser RAM ist Dual Channel tauglich und dieser nicht"?
    Dual Channel funktioniert (in der Theorie) mit JEDEM beliebigen DDR RAM. Die Kits sind rein marktstrategischer Art. Das Argument, dass sie aufeinander abgestimmt sind, trifft absolut nicht zu. Evtl. noch bei Markenherstellern, wie Corsair, Kingston, usw., wobei ich auch bei denen nicht davon überzeugt bin. Man kann bei Dual Channel mixen, wie man will.

    6.5. Ich habe bereits 2x256MB, will aber noch zusätzlich einen 512er dazu kaufen. Wie stecke ich den richtig?
    Ob Dual Channel immer noch funktioniert, hängt von der CPU ab, aber mehr unter 6.1.. Beim nForce2 ist es so, dass in dem Fall der 512er den abseits liegenden Slot bekommt, die beiden 256er die direkt nebeneinander liegenden Slots. So hat jeder Controller 512MB.

    7.0. Was bedeutet "synchron"?

    Was soll das eigentlich immer mit dem doofen "synchron"!? Ist eigentlich ganz einfach. Synchron bedeutet nix anderes, als das der Systemtakt der CPU genauso hoch ist, wie der RAM Takt. Das ist der Idealfall, denn so muß keiner "warten" bis der andere fertig ist. Bei früheren Chipsätzen war es immer so, daß synchron nicht immer so ideal war, wie asynchron. Also ein Duron 1300, der 100MHz FSB braucht und ein DDR333, der mit 166MHz getaktet wird, sollten nicht synchron auf 100MHz ablaufen. Da macht es sich besser, den RAM auf 166MHz zu belassen. Heute ist es besser, wenn man die anpaßt, das liegt an der Arbeitsweise des Dual Channel. Asynchron geht zwar immer (sogar RAM niedriger als FSB!!), aber ideal ist synchron.

    8.0. Single-/Double Sided

    Ist auch ganz einfach... Single Sided: Chips sind auf einer Seite angebracht, auf beiden bei Double Sided. Das ist oft auf älteren Boards oder bei Vollbestückung ein Thema. Boards können nur eine bestimmte Anzahl an Rows bearbeiten. Daher sollte man immer versuchen Single Sided zu nehmen. Aber eine aus dem Thema entstehende Problematik kann man oft mit nem BIOS update eliminieren.

    9.0. RAM Laufwerk:

    Wenn man viel RAM zur Verfügung hat, kann man sich ohne Probleme ein Laufwerk drauf einrichten. Der Nachteil, bei nem Neustart gehen alle Daten verloren. Das würde sich also nur für temporäre Dateien eignen. Wie man sich eins einrichtet, steht im folgenden Thread: RAM Laufwerk Thread

    10.0. Wie viel ist genug?

    512MB sind Pflicht, das kann man sagen. 1024MB sind als ideal zu betrachten, aber nichts ersetzt RAM, wie noch mehr davon! 2GB ist nicht unsinnig, ein RAM Laufwerk könnte man einrichten, moderne Spiele profitieren davon, usw.

    Mit dem aufkommenden Windows Vista reist man mit 512MB keine Bäume mehr aus. Da sind 1024MB als Einstiegsgröße zu empfehlen.

    11.0. Kann ich Speicher mischen?

    Da kommt es drauf an, in welcher Hinsicht man mischen will.

    11.1. Spezifikationen (Specs)
    Also möglichst sollte man drauf achten, daß die RAMs identisch sind. Theoretisch gehen zwar auch unterschiedliche RAMs der gleichen Gattung, aber ist kein Ideal und schwört Böses hervor. Generell, die Taktung und die Latenzen richten sich nach dem schwächsten Glied.

    11.2. Marke:
    Das kann wie bei unterschiedlichen Specs zu Problemen führen. Achtet am besten auf die gleiche Marke und gleiche Specs. Wenn ihr nicht wißt, welche Marke euer RAM hat, dann bemüht das unter 2.8 erwähnte Everest, das kann es euch meistens sagen.

    11.3. Art:
    Das kann man nun wirklich nicht mehr. DDR und SDR mischen, oder SDR und EDO geht auf keinen Fall. Dafür arbeiten die einfach zu unterschiedlich.

    12.0. Es wird nur die Hälfte meines neuen RAMs erkannt!?

    Das hängt von den vom Mainboard maximal verwaltbaren Mbit des RAMs ab. Wie viel Mbit euer Board verkraftet steht in der Anleitung, ungefähr so: "Main Memory supports a maximum memory size of 256MB (64Mbit technology) or 512MB (128Mbit technology) SDRAM."

    Rechnung geht so:

    Gesamtkapazität des DIMMs in MByte * 8 / Anzahl der Chips auf dem DIMM gleich Speicherkapazität in Mbit pro Chip.

    Als Bsp.: Man braucht also zwei 256MByte DIMMs mit 16 Speicherchips (also Double Sided), wenn man die maximalen 512MByte nach diesen Specs erreichen will.

    Ein BIOS update kann das aber durchaus auch beheben.

    13.0. Wie kann ich meinen RAM testen?

    Wenn Probleme mit dem PC auftreten und komische Blue Screens unter Win kommen, liegt das des Öfteren am RAM oder am Zusammenspiel zwischen Board und RAM. Wie nun kann ich das überprüfen? Dazu gibt es ein tolles Tool, nennt sich memtest86+.

    http://www.memtest.org

    13.1. Was sagt das nun aus, wenn Fehler auftreten?
    Nun, wie ich schon schrieb, muß das nicht zwangläufig ein Problem mit dem RAM selber sein, ist es sogar in den wenigsten Fällen. Meistens liegt es am Zusammenspiel zwischen Board und RAM.

    13.2. Was kann man machen?
    Da gibt es im Wesentlichen 3 Möglichkeiten:

    1. Spannung erhöhen (+0.2V ist kein Problem)
    2. Latenzen anheben
    2. BIOS updaten
    3. neuer/anderer RAM

    14.0. Welcher Speicher, für welches Board? (by DjDino)

    Aufgrund unterschiedlicher Boardlayouts im Speicherbusbereich, unterschiedlichen Speichercontrollern, unausgereiften BIOSen oder anderes mehr läuft leider nicht jedes Modul gleich gut in verschiedenen Boards. Speicher-Tests von diversen Hardwareseiten helfen da nur bedingt da eben nicht auf jedes Board übertragbar. Die Hersteller wissen das wohl auch und haben das deswegen schon vorab getestet und dazu Empfehlungen in Form von QVL-Listen online gestellt.

    Deswegen sollte man diese Listen der Hersteller je nach Board beachten da man ja so absolut auf Nummer sicher geht. Diese finden sich meist unter den Motherboard-Produkt oder FAQ-Seiten und heißen "DDR400QVL" (Memory Modules Qualified Vender List) oder ähnlich.

    Zusätzlich kann ein BIOS-Update Probleme mit gewissen Speichermarken manchmal beheben, ein diesbezüglicher Blick in die BIOS-Details/Readme´s der aktuelleren BIOSe kann sich also lohnen
     
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